Mittwoch, 17. September 2014

Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte


Die Protagonisten / Das Buch:

Julie: Sie zieht nach Boston um dort aufs College zu gehen. Schon bei ihrer Ankunft stellt sie fest, dass sie mächtig über's Ohr gehauen wurde. Ihre angebliche Wohnung ist ein Imbiss. Und in Boston herrscht dringende Wohnungsnot. Zum Glück kennt ihre Mutter dort noch ihre alte College-Mitbewohnerin Erin. Diese wird angerufen und promt zieht Julie bei Erins Familie ein.

Finn: Finn spielt im Buch eine tragende Rolle. Er bedeutet seiner Schwester Celeste alles und befindet sich derzeit auf Weltreise. Julie kann aus diesem Grunn sein altes Zimmer beziehen. Sie schreiben sich auf Facebook und Julie fängt an sich in Finn zu verlieben. Seine Art zu schreiben und sein Humor, wie er Dinge löst die Julie aus der Fassung bringen können, reissen einen mit.

Celeste: Ist die Schwester von Finn. Sie ist dreizehn Jahre alt und hat die Angewohnheit eine Pappfigur ihres Bruders Finn überall mit hin zu schleppen. Sie ist äußerst klug, zieht sich aber in ihrem Dasein sehr zurück. Sie besitzt keine Sozialkompetenzen, keine Freunde und unternimmt nie etwas mit gleichaltrigen. Obwohl sie eine wundervolle Ausstrahlung besitzt, macht sie nichts aus sich und andere Leute.

Matt: Matt ist der Bruder von Celeste und Finn. Er studiert am MIT und hat die komplette  Verantwortung gegenüber Celeste übernommen. Er holt sie pünktlich von der Schule ab, sie bekommt pünktlich ihr Essen und er ist für seine Schwester da - was immer sie auch braucht. 

Doch ist es wirklich klug, seiner Schwester alle Marotten durchgehen zu lassen? Wieso trägt Celeste überall einen Pappaufsteller ihres Bruders mit sich rum? Wieso sind ihre Eltern so gut wie nie Zuhause und kümmern sich selten um ihre Kinder? Julie verliebt sich in eine Familie, die so viele Fragen aufwirft und ihr niemand beantworten will bzw. kann.

Der Schreibstil:

Jessica Park besitzt einen Schreibstil, welchen ich als wahren Pageturner bezeichnen möchte. Ich bin durch das Buch geflogen und konnte es nur noch selten aus der Hand legen. Ich habe die knapp 400 Seiten innerhalb von drei Tagen durchgelesen, da auch ich unbedingt wissen möchte, was es mit Finn und diesem mysteriösen Pappaufsteller auf sich hat. Und ob Finn und Julie sich wirklich im realen Leben ineinander verlieben können. Die Story "plätschert" vor sich hin, man ist immer mitten dabei, man stellt sich die gleichen Fragen wie Julie und nachdem man endlich alles erklärt bekommt, muss man diese wundervolle Welt dieses Buches auch schon wieder verlassen. 
Der Schreibstil ist für das empfohlene Alter durchaus angemessen, es ist ein Jugendbuch und man verliert sich in den Worten.

Die Autorin:



Jessica Park wuchs in Boston auf und studierte im eisigen Minnesota. Nachdem sie dort vier Jahre lang Schneestürmen standhielt, lebt sie heute mit ihrer Familie wieder an der Ostküste. Wenn sie nicht gerade schreibt, gibt Jessica Park ihren absolut nicht gesundheitsschädlichen Gelüsten nach Facebook und raffinierten Kaffeegetränken nach. Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte ist ihr Debüt auf dem deutschen Buchmarkt.



Meine Wertung:

Obwohl ich das Buch regelrecht  verschlungen habe und es jedem ans Herz legen werde, gab es für mich ein paar unausgereifte Stellen. Die Sache mit dem Psychiater-Gespräch (die, die es gelesen haben, werden wissen, was ich meine) fand ich etwas komisch. Für mich waren ganz kleine Dinge - welche im Grunde nicht nennenswert sind - nicht ganz im Grünen. Jedoch habe ich dieses Buch geliebt und gebe supergerne 4 dicke Pfoten!

Kommentare:

  1. huhu, ich habe dich für den "Liebster Award" nominiert http://testkeks.wordpress.com/2014/09/19/liebster-award-ich-bin-nominiert/ und würde mich freuen wenn du mitmachst.

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  2. Mir ging es ganz ähnlich. Dass die Geschichte vor sich hin "plätscherte" ist gut gesagt. Normalerweise finde ich plätschern eher negativ besetzt, aber hier war es durchaus positiv. Die Geschcihte lässt sich so richtig gut wegschlürfen.
    LG
    Yvonne

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